Im 19. Jahrhundert verschwindet der Weinbau langsam aus dem Lavanttal. Die Katastralschätzung von 1844 führt in 7 Katastralgemeinden des Bezirkes Wolfsberg Weingärten in einem Gesamtausmaß von 23,1 ha. Schloß Thürn beherbergt zu diesem Zeitpunkt die mit Abstand größte zusammenhängende Weingartenfläche Kärntens. Von dieser wird 1873 nur mehr die Hälfte bewirtschaftet. Der zweite verbliebene Weingarten in Zellach zeigt im Jahre 1883 Symptome einer damals noch unbekannten aus Amerika eingeschleppten pilzlichen Rebkrankheit, die den Weinbauern heute noch Probleme bereitet; der falsche Mehltau (Peronospora). Diese Krankheit dürfte der Todesstoß für den Käntner Weinbau gewesen sein.
Mehr als 40 Jahre nach der Auflösung der letzten Rebflächen setzte Ing. Herbert Gartner im Jahre 1972 den ersten Lavanttaler Weingarten am Burgstall in St. Andrä. 1978 rekultivierte die Familie Gartner den Terassenhang bei Schloß Thürn. In den 90er Jahren begannen dann mehrere Lavanttaler mit der Auspflanzung von Reben.